ASKANIA MEDIA Home

Die Kastanienminiermotte Eine Gefahr für Berlins Kastanienbäume?

Europas Kastanienbäume sind in Gefahr. Der Grund ist ein kleines unscheinbares Insekt - die Kastanienminiermotte. Im Auftrag der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und des Pflanzenschutzamts Berlin haben die PIMENTO-Regisseurinnen Heike Raab und Carla Röthig fast ein Jahr lang die Arbeit von Wissenschaftlern des Pflanzenschutzamts im Kampf gegen den Schädling mit der Kamera verfolgt.

Im Projekt BerlinCam (Berliner Cameraria Projekt) untersuchen die Forscher umweltverträgliche und praxisorientierte Möglichkeiten zur Kontrolle des Miniermottenbefalls im Auftrag der Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und des Europäischen Fond für regionale Entwicklung, die sowohl für Stadtplaner wie auch Privatgärtner in Frage kommen.

Der Film stellt die komplette Bandbreite der erforschten Maßnahmen vor und zeigt außerdem das Wirken des Insekts in der Natur während einer gesamten Vegetationsperiode. Spektakuläre Makroaufnahmen begleiten die Entwicklung der Eier zur Larve bis hin zur ausgereiften Motte, ebenso wie das Wirken von natürlichen Feinden wie der Erzwespe.

Bis die erforschten Bekämpfungsmethoden Marktreife erreicht haben, bleibt der Mensch oberster Kastanienschützer. Der Film gibt deshalb auch handfeste Tipps, wie die Motte auch im eigenen Garten in Schach gehalten werden kann.

Die Kastanienminiermotte ist ein Kleinschmetterling unbekannter Herkunft, der sich seit etwa 20 Jahren unglaublich schnell in Europa ausbreitet. Die Larven dieser Motte verursachen durch ihren Fraß die auffälligen, braunen Flecken an den Blättern der Weißblühenden Rosskastanie. Die Folge: Bei starkem Befall wirft der Baumes bereits im Sommer seine Blätter ab. Die Kastanie kann nun keine Photosynthese mehr bilden und wird nachhaltig geschwächt.

Der rund 15minütige Film über mögliche Bekämpfungsmethoden erscheint auf DVD und wird ab Frühjahr 2007 an interessierte Berliner Bürger kostenlos abgegeben.



« Zurück «